„Ausbildung sichert Zukunftsfähigkeit“

Bei Gira starten neue Auszubildende ins Berufsleben

Radevormwald, 6. August 2020. „Die Corona-Pandemie hat nichts daran geändert, dass wir weiterhin der Ausbildung einen hohen Stellenwert zumessen“, sagt Annabelle Rothe, die beim Gebäudetechnikspezialisten Gira (www.gira.de) die Ausbildungsabteilung leitet. „Denn eine fundierte und breit angelegte Ausbildung trägt zur Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit bei und ist der beste Hebel gegen den angesichts der demografischen Entwicklung unausweichlichen Mangel an Fachkräften. Schließlich ist ein Technologieunternehmen wie Gira, das technisch anspruchsvolle Produkte und digitale Lösungen entwickelt und fertigt, unbedingt auf hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen.“

Ausbildung über Bedarf
Diese Haltung ist in der momentanen Ausnahmesituation infolge der Corona-Krise und angesichts der durch sie ausgelösten Existenznöte mancher Branchen keineswegs eine allgemeingültige Selbstverständlichkeit. Nicht von ungefähr hat der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, den Start ins Ausbildungsjahr 2020 als „holprig“ charakterisiert. Dementsprechend rechnet er damit, dass sich „die Zahl der neuen Ausbildungsverträge … deutlich unter dem Vorjahresniveau bewegen“ wird. Auf bundesweit rund neun Prozent wird zurzeit das Minus an angebotenen Ausbildungsstellen hierzulande taxiert.

Während vielerorts durch die Corona-Krise für junge Menschen der Weg zu ihrem Ausbildungsvertrag beschwerlicher geworden ist, hat der international tätige Mittelständler aus Radevormwald keine Abstriche an seinen Planungen gemacht: Alle Plätze des Ausbildungsjahrgangs 2020 hat das Familienunternehmen auch besetzt, das damit wie bereits in den Vorjahren über den eigenen Bedarf hinaus ausbildet. „Es war dieses Jahr eher für uns als Ausbildungsbetrieb mit mehr Aufwand als bisher verbunden, alle Plätze mit geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten zu besetzen“, berichtet Ausbildungsleiterin Rothe. Erst Ende Juni konnte das Markenunternehmen den letzten Ausbildungsvertrag unter Dach und Fach bringen.

Starterwoche außerhalb des Unternehmens
Rund 100 junge Frauen und Männer hatten sich in den letzten zwölf Monaten um einen Ausbildungsplatz bei Gira beworben. Fünf von ihnen verstärken seit Anfang dieser Woche die Belegschaft des „Smart Building“-Spezialisten aus dem Bergischen Land: Meltem Ertürk, Dinah Marie Henseler, Mabel Meinhardt und Carlo vom Stein haben am 3. August ihre Ausbildung zu Industriekaufleuten, Paul Stück zum Mechatroniker aufgenommen. Für Gira haben sich die frischgebackenen „Azubis“ unter anderem deswegen entschieden, weil sie das Ausbildungskonzept überzeugt hat, sie das Unternehmen als sehr zukunftsorientiert wahrgenommen haben und von den Produkten begeistert sind, wie sie in einer Video-Botschaft ihren neuen Kolleginnen und Kollegen mitteilen.

Denn ein persönliches Kennenlernen ist derzeit nicht möglich, steht doch der Ausbildungsstart auch bei Gira ganz im Zeichen der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. So werden die Berufsstarterinnen und -starter erstmals in der mehr als 100-jährigen Ausbildungsgeschichte von Gira das Unternehmen nicht vor Ort erleben. Stattdessen findet die komplette Einführungswoche in der „Klosterschänke“ in Remscheid-Lennep statt. „Hier haben wir einen großen Veranstaltungsraum zur Verfügung, der uns erlaubt, den gebotenen Abstand zueinander einzuhalten“, erklärt Annabelle Rothe.

Ausbildung im Homeoffice
Inhaltlich geht es in der Starterwoche vor allem darum, die Struktur und verschiedenen Bereiche des Unternehmens kennen zu lernen und Zusammenhänge zu entdecken und zu begreifen. „Wir wollen von Anfang an sicherstellen, dass wir neben ausbildungsspezifischen Inhalten immer auch den Blick für das große Ganze bei Gira vermitteln. Denn die Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen, ist für die weitere berufliche wie auch persönliche Entwicklung von großer Bedeutung“, hebt Annabelle Rothe hervor.

Genauso sehr ist es fester Bestandteil des Gira Ausbildungskonzepts, Eigeninitiative und konzeptionelles Arbeiten zu fördern. Dazu gehört eigentlich auch die Zusammenarbeit in größeren Projekten, die die Auszubildenden in Eigenregie zu managen haben. „Hier müssen wir vorerst Abstriche machen, solange bis die Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie aufgehoben werden können“, so Ausbildungsleiterin Rothe. Tatsächlich werden diejenigen der neuen Auszubildenden, die nicht in Produktion oder Logistik tätig sind, erst einmal für unbestimmte Zeit ins Homeoffice gehen. „Hier haben wir in den letzten Wochen bereits viele Erfahrungen sammeln können. Dabei haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass dank moderner Kommunikationsmittel Ausbildung vor allem im kaufmännischen Bereich auch am heimischen Schreibtisch funktioniert“, berichtet Annabelle Rothe. „Die relevanten Ausbildungsinhalte lassen sich gut vermitteln, zumal Gira bislang nicht von Kurzarbeit betroffen gewesen ist. Die Rückmeldungen unserer Auszubildenden dazu sind bisher durchweg positiv.“

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Über Gira
Die Gira Giersiepen GmbH & Co. KG (www.gira.de) mit Sitz in Radevormwald zählt zu den führenden Komplettanbietern intelligenter Systemlösungen für die elektrotechnische und vernetzte digitale Gebäudesteuerung. Mit seinen zahlreichen Entwicklungen prägt und beeinflusst das Familienunternehmen seit seiner Gründung im Sommer 1905 die Welt der Elektroinstallation und Gebäudesteuerung. Der zukunftsträchtigen Entwicklung zu intelligent vernetzten „Smart Building Systemen“ und zur Digitalisierung von Gebäuden hat Gira mit vielfältigen Innovationen wie etwa dem Gira HomeServer von Beginn an maßgebliche Impulse gegeben. Dabei stehen Gira Produkte und Lösungen für deutsche Ingenieurskunst, für Qualität „Made in Germany“, für nachhaltige Prozesse bei ihrer Herstellung und einen möglichst umwelt- und ressourcenschonenden Betrieb, für Perfektion in Form und Funktion – vor allem aber dafür, dass sie den Menschen das Leben ein Stück einfacher, komfortabler und sicherer machen. Nicht umsonst finden Schalter, Steuerungs-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme von Gira heute in rund 40 Ländern Anwendung, etwa in der Hamburger Elbphilharmonie, im Olympia-Stadion in Kiew, im Stephansdom in Wien und im Banyan Tree Hotel in Schanghai. Dank des umfassenden Know-hows im Bereich Kunststofftechnik stellt Gira heute zudem komplexe Systemprodukte aus Kunststoff für die Medizintechnik her. Zur Gira Gruppe gehören darüber hinaus die Tochtergesellschaft Stettler Kunststofftechnik in Burgwindheim sowie die Beteiligungen Insta Elektro in Lüdenscheid, das Softwareunternehmen ISE in Oldenburg und das Start-up-Unternehmen Senic in Berlin. Zusammen erwirtschaften damit ca. 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Jahresumsatz von mehr als 350 Millionen Euro (2019).

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Paul Stück, Mabel Meinhardt, Meltem Ertürk, Carlo vom Stein u. Dinah Henseler haben ihre Ausbildung begonnen. (Foto: Gira)

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