„Zurück unter einem Dach“

Umzug am Gira Campus Dahlienstraße

Radevormwald, 26. Februar 2021. Jeder Umzug ist eine besondere Herausforderung – dies gilt erst recht, wenn ganze Produktionsabteilungen eines Industrieunternehmens mit ihren Anlagen verlagert werden. Davon können der Werkzeugbau, die Verfahrens- und Messtechnik, Teile der Kunststofffertigung, der Messebau und die Lehrwerkstatt des Gebäudetechnikspezialisten Gira (www.gira.de) aus Radevormwald „ein Lied singen“. Denn für sie hieß es in den letzten Wochen, ihre „sieben Sachen“ zu packen, weil sie aus angemieteten Flächen oder von anderen Liegenschaften der Firma zurück an den Stammsitz des Technologieunternehmens in der Dahlienstraße gekehrt sind. Dort waren Flächen freigeworden, nachdem die komplette Montage und große Teile der Logistik im 30.000 Quadratmeter großen Produktions-, Entwicklungs- und Logistikzentrum am Gira Campus Röntgenstraße im Osten Radevormwalds eine neue Heimat gefunden hatten.

Umzug im laufenden Betrieb …
Bei dem Umzug der „Heimkehrer“ wechselten aber nicht nur Mobiliar und Inventar in Umzugskisten den Standort, sondern auch zahlreiche Maschinen und ganze Fertigungsanlagen. „Unsere Maschinen wiegen zwischen 1,5 und 17 Tonnen“, erklärt Sascha Hasenburg, Leiter des Gira Werkzeugneubaus. Eine echte Herausforderung, zumal die großen Abmessungen der Anlagen eine exakte Planung der möglichen Transportwege verlangten. Tatsächlich reichte nicht in jedem Fall solche Millimeterarbeit: Mehrere Maschinen mussten mit Hilfe eines Schwerlastkrans über eigens geschaffene Öffnungen im Dach der Werkshallen an den neuen Standort gehievt werden.

Eine genaue Planung war aber auch deswegen angesagt, weil es erklärtes Ziel des Mittelständlers war, die Umzüge ohne Beeinträchtigung der Fertigung oder gar Produktionsausfälle über die Bühne zu bekommen. „Wir hatten nur ein schmales Zeitfenster, in dem der Transport möglich war“, berichtet Andreas Höller, Projektleiter in der Gira Kunststofffertigung. „Eine spätere Verlagerung hätte unsere Lieferfähigkeit beeinträchtigt, da wir nur für die geplante Transportzeit entsprechende Mengen vorproduziert hatten.“

… und unter Bedingungen der Pandemie
Erschwerend kam hinzu, dass alle Umzüge infolge der Corona-Pandemie unter strikter Einhaltung von Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen stattfinden mussten. „Wir haben daher aus den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Früh- und der Spätschicht zwei Gruppen gebildet und beide räumlich getrennt: Während die eine Gruppe am alten Standort alles einpackte, hat die andere Gruppe in der Dahlienstraße alles ausgepackt – alles unter Beachtung des gebotenen Mindestabstands. Da beide Gruppen keinen unmittelbaren Kontakt von Angesicht zu Angesicht zueinander hatten, musste alles entsprechend beschriftet und bebildert werden. Da waren Teamarbeit und gute Organisation gefragt“, erzählt Corinna Mädje, die die Gira Verfahrenstechnik leitet.

Der Aufwand hat sich gelohnt. Nicht nur weil die sehr aufwändige interne Logistik damit der Vergangenheit angehört und kürzere Wege für höhere Effizienz sorgen. Denn das Familienunternehmen hat alle Flächen vor dem Einzug umfassend modernisiert – sowohl unter ergonomischen als auch unter energetischen Gesichtspunkten. „Durch die Renovierung der ehemaligen Montagebereiche und den Umzug sind wir alle wieder zurück unter einem Dach. Wir konnten ein angenehmes, ergonomisch verbessertes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen. Dies ergänzt einen optimierten Material- und Informationsfluss, der letztlich unserer gesamten Produktion zu Gute kommt“, zieht Andreas Schulte, Leiter der Gira Kunststofffertigung, denn auch ein rundum positives Fazit.

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Über Gira
Die Gira Giersiepen GmbH & Co. KG (www.gira.de) mit Sitz in Radevormwald zählt zu den führenden Komplettanbietern intelligenter Systemlösungen für die elektrotechnische und vernetzte digitale Gebäudesteuerung. Mit seinen zahlreichen Entwicklungen prägt und beeinflusst das Familienunternehmen seit seiner Gründung im Sommer 1905 die Welt der Elektroinstallation und Gebäudesteuerung. Der zukunftsträchtigen Entwicklung zu intelligent vernetzten „Smart Building Systemen“ und zur Digitalisierung von Gebäuden hat Gira mit vielfältigen Innovationen wie etwa dem Gira HomeServer von Beginn an maßgebliche Impulse gegeben. Dabei stehen Gira Produkte und Lösungen für deutsche Ingenieurskunst, für Qualität „Made in Germany“, für nachhaltige Prozesse bei ihrer Herstellung und einen möglichst umwelt- und ressourcenschonenden Betrieb, für Perfektion in Form und Funktion – vor allem aber dafür, dass sie den Menschen das Leben ein Stück einfacher, komfortabler und sicherer machen. Nicht umsonst finden Schalter, Steuerungs-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme von Gira heute in rund 40 Ländern Anwendung, etwa in der Hamburger Elbphilharmonie, im Olympia-Stadion in Kiew, im Stephansdom in Wien und im Banyan Tree Hotel in Schanghai. Dank des umfassenden Know-hows im Bereich Kunststofftechnik stellt Gira heute zudem komplexe Systemprodukte aus Kunststoff für die Medizintechnik her. Zur Gira Gruppe gehören darüber hinaus die Tochtergesellschaft Stettler Kunststofftechnik in Burgwindheim sowie die Beteiligungen Insta Elektro in Lüdenscheid, das Softwareunternehmen ISE in Oldenburg und das Start-up-Unternehmen Senic in Berlin. Zusammen erwirtschaften damit ca. 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Jahresumsatz von mehr als 350 Millionen Euro (2019).

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Kein Umzug wie jeder andere: Zum Gira Umzugsgut gehörten auch Maschinen und Anlagen. (Foto: Gira)

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Bis zu 17 Tonnen schwer: Spezialkräne sorgten für die sichere Be- und Entladung der Gira Anlagentechnik. (Foto: Gira)

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Zentimeterarbeit: Für den Rückumzug in die Gira Produktionshallen mussten die Transportwege exakt geplant werden. (Foto: Gira)

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Großanlagen brachte ein Schwerlastkran durch temporäre Dachöffnungen an ihre neuen Standorte. (Foto: Gira)

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Genaue Planung: Es gelang, die Umzüge ohne Beeinträchtigung der Fertigung über die Bühne zu bekommen. (Foto: Gira)

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