Ein Jahr Gira Solarpark

Radevormwald, 30. Juni 2026. Genau heute vor einem Jahr hat Gebäudetechnikspezialist und Smart-Building-Pionier Gira (www.gira.de) seinen Solarpark in Radevormwald in Betrieb genommen. Seither hat die Photovoltaik-Großanlage, die mit 13.772 Modulen zu den größten ihrer Art in Nordrhein-Westfalen gehört, über 8,5 Millionen Kilowattstunden Strom emissionsfrei produziert. Gleichzeitig sind die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen um mehr als drei Millionen Kilogramm zurückgegangen. Man müsste – je nach Baumart – 3.000 bis 6.000 Bäume neu pflanzen, damit diese, sobald sie ausgewachsen sind, dieselbe Menge an CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern. „Eigentlich wollten wir hier noch ein Stück besser sein“, erklärt Dietmar Daszkiewicz, der als Leiter des Facility Managements beim Technologiemittelständler das Solarkraftwerk verantwortet. „Aber wir konnten den Solarpark nicht die gesamten letzten zwölf Monate auf voller Leistung laufen lassen.“ So ging die Anlage zwei Wochen komplett vom Netz, als die Schaltanlagen in den Transformatoren nachgerüstet werden mussten. Ein mittlerweile gelöstes technisches Problem sorgte zudem dafür, dass die Stromerzeugung in den Wintermonaten nur zwei Drittel des Leistungsvermögens der Anlage erzielte. Hinzu kam, dass im Frühjahr das PV-Kraftwerk immer wieder gedrosselt werden musste, um angesichts negativer Preise an der Strombörse Zahlungen für die Einspeisung des nicht selbst verbrauchten Solarstroms zu vermeiden. „Wenn wir all dies berücksichtigen, liegen wir mit der Stromausbeute und der CO2-Reduzierung sogar etwas besser, als in der Planungsphase prognostiziert worden ist“, sagt Projektleiter Daszkiewicz. „Unterm Strich ziehen wir daher eine positive Zwischenbilanz. Zudem verfügen wir jetzt über eine erste Datenbasis, anhand derer wir den Betrieb des Solarparks ausrichten und verbessern können.“

Komplexe Abstimmung
Dies gilt umso mehr, als das Unternehmen durch den Anlagenbetrieb viel gelernt und identifiziert hat, wo noch Optimierungspotenziale stecken. Als größte Herausforderung hat sich dabei die Abstimmung von Erzeugung und Verbrauch herausgestellt. „Hier spielen auch Faktoren wie Umwelt- und Wetterbedingungen oder die Preisentwicklung am Energiemarkt eine Rolle, auf die wir selbst keinen direkten Einfluss haben und die sich ebenso wenig mit viel Vorlauf vorhersagen lassen“, erläutert Gira Energiemanager Giancarlo Paasch. Doch auch der Auslastungsgrad der Produktion und damit die benötigte Energie schwanken. Helfen soll hier ein Regelungsalgorithmus, der die verschiedenen Einflussfaktoren in Echtzeit auswertet und die nötige Abstimmung automatisiert steuert, um die Photovoltaik-Anlage bestmöglich auszulasten. „Dies ist schon extrem komplex, zumal wenn wir ab nächstem Frühjahr noch Batteriespeicher einbinden werden“, sagt der Gira Energiemanager. „Hier gibt es keine fertige Lösung, die man einfach einkaufen könnte. Daher entwickeln wir sie selbst. Dafür sind die gesammelten Daten aus dem ersten Betriebsjahr des Solarparks natürlich Gold wert.“

Kombilösung aus Kraftwerk und Speicher
Die bisher gemachten Erfahrungen haben überdies noch einmal bestätigt, wie wichtig die Kombination der Stromerzeugung mit Speichermöglichkeiten ist. „Herausforderungen wie beispielsweise ein negativer Strompreis, der die Energieausbeute unseres Solarparks in diesem Frühjahr belastet hat, lassen sich so einfacher lösen, weil wir dann den erzeugten Energieüberschuss zwischenspeichern können, anstatt ihn einzuspeisen“, erklärt Dietmar Daszkiewicz. Der im nächsten Schritt angestrebte Autarkiegrad von 50 Prozent werde mit der Speicherlösung voraussichtlich 2027 erreicht werden. Mittelfristig peile er eine Quote von 60 bis 70 Prozent an“, so der Projektleiter: „Die Erfahrungen der letzten zwölf Monate zeigen, dass die Anlage selbst im Winter mehr Energie zur Verfügung stellt, als wir tagsüber benötigen. Auch deswegen lohnt sich also ein Speicher.“ Voraussetzung dafür ist, dass sich infolge der hohen Nachfrage die Lieferfristen für den Batteriegroßspeicher und die zusätzlich benötigten Komponenten nicht weiter verschieben. „Die Investition ist genehmigt, der Bauantrag ist in Vorbereitung, geliefert werden soll bis zum Frühjahr 2027“, betont der Chef des Gira Facility Managements. „Wir bei Gira sind startklar, um die Kombilösung aus Kraftwerk und Speicher im zweiten Quartal des nächsten Jahres in Betrieb zu nehmen.“

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„Wir sind die mit den Schaltern …, aber auch noch so viel mehr“ – über Gira
Die Gira Giersiepen GmbH & Co. KG (www.gira.de) mit Sitz in Radevormwald zählt zu den führenden Komplettanbietern intelligenter Systemlösungen für die elektrotechnische und vernetzte digitale Gebäudesteuerung. Mit seinen zahlreichen Entwicklungen prägt und beeinflusst das Familienunternehmen seit seiner Gründung im Sommer 1905 die Welt der Elektroinstallation und Gebäudesteuerung. Der zukunftsträchtigen Entwicklung zu intelligent vernetzten Smartbuilding-Systemen und zur Digitalisierung von Gebäuden hat Gira als Smartbuilding-Pionier der ersten Stunde mit vielfältigen Innovationen wie etwa dem Gira HomeServer von Beginn an maßgebliche Impulse gegeben. Dabei stehen Gira Produkte und Lösungen für deutsche Ingenieurskunst, für Qualität „Made in Germany“, für nachhaltige Prozesse bei ihrer Herstellung und einen möglichst umwelt- und ressourcenschonenden Betrieb, für Perfektion in Form und Funktion – vor allem aber dafür, dass sie den Menschen das Leben ein Stück einfacher, komfortabler und sicherer machen. Nicht umsonst finden Schalter, Steuerungs-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme von Gira heute in rund 40 Ländern Anwendung, etwa in der Hamburger Elbphilharmonie, im Olympia-Stadion in Kiew, im Stephansdom in Wien und im Banyan Tree Hotel in Shanghai. Zur Gira Gruppe gehören darüber hinaus die Tochtergesellschaft Stettler Kunststofftechnik in Burgwindheim und seit 2022 das britische Unternehmen Wandsworth in Woking sowie die Beteiligungen am Elektronikspezialisten Insta in Lüdenscheid und am Softwareunternehmen ISE in Oldenburg. Zusammen erwirtschaften damit ca. 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 390 Millionen Euro (2025).

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Positive Zwischenbilanz: 8,5 Mio. Kilowattstunden Energie hat der Gira Solarpark im ersten Betriebsjahr erzeugt. (Foto: Gira)

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Dank des selbst erzeugten Solarstroms hat Gira seinen direkten CO2-Ausstoß in einem Jahr um drei Mio. kg gesenkt. (Foto: Gira)

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Am 30. Juni 2025 ging der Gira Solarpark in Betrieb - die Kennzahlen ein Jahr später. (Grafik: Gira)

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„Wir sind bereit, um 2027 eine Kombilösung aus Kraftwerk und Speicher in Betrieb zu nehmen.“, (Foto: Gira)

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Regelmäßige Gäste: Eine Schafherde kommt regelmäßig, um die Grünflächen des Gira Solarparks abzugrasen. (Foto: Gira)

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Kontaktinformation

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Am Tief 24
26409 Wittmund
+49 4462 209 6685
gira@kommunikationskonsortium.com

Gira Giersiepen GmbH & Co. KG
Dario Hudr
Referent Unternehmenskommunikation
Postfach 12 20
42461 Radevormwald
Tel +49 21 95-602 6897
dario.hudr@gira.de

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